Artist in Residence
Peter Kooij - „Artist in Residence“ 2012
Peter Kooij sang bereits im Alter von sechs Jahren im Chor seines Vaters und machte als
Knabensopran viele Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen.
Nach einem Violinstudium am Utrechter Konservatorium studierte er Gesang bei Max van Egmond
am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam, wo er sein Solistendiplom mit Auszeichnung erwarb.
Peter Kooijs Konzerttätigkeit führte ihn an die wichtigsten Musikzentren der ganzen Welt, wie
z. B. Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, Carnegie Hall New York, Royal Albert Hall London,
Teatro Colon Buenos Aires, Berliner und Kölner Philharmonie, Palais Garnier Paris, Suntory Hall und
Casals Hall Tokio, wo er unter der Leitung von u. a. Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans
Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington und Iwan Fisher sang.
Neben allen vokalen Werken Bachs umfasst sein umfangreiches Repertoire Werke von H. Schütz
bis A. Webern und wird durch mehr als 130 CD-Produktionen dokumentiert (Philips, Harmonia Mundi,
Sony und Virgin Classics, Erato, EMI und BIS). Von BIS wurde er für die Gesamtaufnahme der
Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen. 1999
gründete er das Kammerorchester
"De Profundis", das sich zum Ziel gesetzt hat, Sänger im
Hinblick auf die historische Aufführungspraxis adäquat zu begleiten. Im gleichen Jahr rief er das
Vokalensemble
"Sette Voci" ins Leben, das sich aus jungen
Nachwuchssängern zusammensetzt und dessen künstlerischer Leiter er ist. Seit 2002 ist er Mitglied
des Solistenquartetts
"Tanto Canto", in dem er zusammen mit Monika
Frimmer, Christa Bonhoff und Dantes Diwiak schwerpunktmäßig die Literatur des Barock und der
Romantik gestaltet.
Von 1991 bis 2000 Professur für Gesang am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam. Von 1995 bis
1998 Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover. Seit 2000 Gastdozent
an der Tokyo University of fine Arts and Music. Ab September 2005 Professur für Gesang am
Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Einladungen zu Meisterkursen folgten aus Deutschland,
Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan.